Der „Kopftuchstreit“ und religiöse Symbolik im öffentlichen Raum

In vielen europäischen Ländern ist das Tragen eines Hijabs Gegenstand öffentlicher und medialer Diskurse geworden und beschäftigt Gerichtshöfe wie Parlamente. Dabei geht es um die Frage, ob und wenn ja unter welchen Voraussetzungen religiöse Freiheit, bzw. das Tragen religiöser Symbolik im öffentlichen Dienst, am Arbeitsplatz oder im öffentliche Raum eingeschränkt werden darf oder inwieweit Staaten und Unternehmen Prinzipien der Neutralität durchsetzen können und sollten.
Bereits der Blick in den deutschsprachigen Raum zeigt, dass der „Kopftuchstreit“ und eventuell vergleichbare Konflikte wie etwa die Frage nach einem Verschleierungsverbot nicht nur in den jeweiligen Ländern auf unterschiedlichen institutionellen Ebenen ausgetragen wird, sondern ebenso, dass sich hierbei unterschiedliche Konfliktmuster identifizieren lassen.
Ausgehend vom „Kopftuchstreit“ ist es das Ziel dieses Projektes, zu untersuchen, wie dieser und weitere Konflikte um religiöse Symbolik in Deutschland, Österreich und der Schweiz demokratisch verarbeitet werden und welche Konfliktmuster, Regelungsvorschläge und Policy-Typen die institutionelle Verarbeitung bedingen.

Ansprechpartner

Jan Gehrmann, MA
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Universität Duisburg-Essen
jan.gehrmann[at]uni-due.de
Tel: +49 201 183-3328

Simon Gehlhar, MA
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Universität Duisburg-Essen
simon.gehlhar[at]uni-due.de

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