Forschungsgruppe 1

Krisendiskurse zu Migration und Integration

Migration fordert demokratische Gesellschaften dazu auf, sich selbst zu definieren. MIDEM fragt deshalb danach, welches Verständnis von Identität und Fremdheit in unterschiedlichen Identitäts- und Zugehörigkeitsdiskursen europäischer Gesellschaften konstruiert wird. In der deutschen und europäischen Öffentlichkeit nimmt die Debatte über Migration einen breiten Raum ein – sie hat zur Konjunktur von Krisendiskursen über Migration geführt. Das Projekt untersucht diese Krisendiskurse in komparativer Perspektive als Ausdruck von sozialen und kulturellen Zuschreibungsprozessen, in denen zentrale Bilder, Wertvorstellungen und Selbstverständnisse europäischer Gesellschaften manifest in Frage gestellt oder in neuer Form bestätigt werden. Dabei geht es nicht nur um den richtigen Umgang mit Flüchtlingen und Zuwanderern. Der öffentliche Diskurs über Migration dreht sich auch um Fragen der Identität und Zugehörigkeit, der Loyalität und des Zusammenhalts – und legt offen, wo die Grenzen zwischen ‚wir’ und ‚den anderen’ liegen bzw. wohin sie verschoben werden.

Schwerpunkte

  • Analyse von politischen und massenmedialen Debatten über Migration in ausgewählten Ländern Europas
  • Bereitstellung von länderspezifischen Expertisen
  • Berichterstattung über Ereignisse von europaweiter Bedeutung (z.B. nationale Wahlen)
  • Transfer (u.a. Konferenzteilnahmen, Kommunikation mit der Presse)

Projekte

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