Darstellung von Flucht und Migration in Mittel- und Osteuropa

Kein Themenkomplex polarisiert die Europäische Union gegenwärtig so stark wie Flucht und Migration. Besonders im Westen Europas gelten Einstellungen zu Migration und gesellschaftlicher Pluralität als Prüfstein für Europafreundlichkeit. Am kritikwürdigsten erscheint aus entsprechender Perspektive die Haltung vieler mittel- und osteuropäischer Staaten, verweigern sie doch bis heute eine (quotierte) Aufnahme. Ein konstruktiver Dialog jenseits der Konfliktlinie zwischen Ost und West zählt aktuell zu den größten Herausforderungen Europas. Abseits eines aufrichtigen Interesses am jeweils anderen ist ein vertieftes Verständnis für die verschiedenen, primär national organisierten Diskurse über Flucht und Migration die Möglichkeitsbedingung schlechthin. Dieses Forschungsprojekt untersucht daher die Darstellung von Flucht und Migration in den Massenmedien sowie in Parlamentsdiskursen. Im Fokus stehen zunächst Parlamentsdebatten in Tschechien sowie die Politisierung des Themas Migration in der polnischen Öffentlichkeit. Anschließend wird auch die multimodale Berichterstattung in weiteren ausgewählten Ländern Mittel- und Osteuropas untersucht. Die Analyse gibt Aufschluss darüber, nach welchen Regeln der landesspezifische Mediendiskurs organisiert ist. Dazu schärft sie unseren Blick für Aspekte, an die ein konstruktiver europäischer Dialog anknüpfen kann.

Ansprechpartnerin Tschechien

Dipl.-Pol. Kristina Chmelar
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

kristina.chmelar[at]tu-dresden.de
Tel: +49 351 463-37327
Academia

Ansprechpartnerin Polen

Marta Kozłowska, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

marta.kozlowska[at]tu-dresden.de
Tel: +49 351 463-37477

Sie möchten regelmäßig über die Aktivitäten von MIDEM informiert werden? Hinterlassen Sie uns hier eine kurze Nachricht.