Forschungsgruppe 4

Migration in städtischen und regionalen Kontexten

Migration hat Integration zur Folge und Integration geschieht vor Ort: In den Schulen, am Arbeitsplatz, zwischen Nachbarn und Freunden oder in Vereinen. Kommunale und regionale Akteure der Integration werden somit vor durchaus große Herausforderungen gestellt – doch zugleich sind die Erfahrungen und Wahrnehmungen der Migration in kleinräumigen bzw. regionalen Kontexten ein wichtiger Ausgangspunkt, um Integrations- und Diskriminierungsprobleme wirksam anzugehen. MIDEM untersucht, wie Zuwanderer und Aufnahmegesellschaft im öffentlichen Raum interagieren, welche Formen diese Interaktion einnimmt und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Im Fokus stehen Interaktionsformen von Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie unmittelbare Formen der Bürgerbeteiligung. Dazu gehören politische Foren oder kulturelle Veranstaltungen, die sinnstiftende soziale Interaktionen ermutigen und damit eine prägende Rolle bei der Sozialisierung von Zuwanderern im Hinblick auf ungeschriebene Regeln und Werte der Aufnahmegesellschaft spielen. MIDEM möchte auf diesem Wege Lernprozesse sichtbar machen, die sich im Verlauf der Interaktion zwischen administrativer, politischer und zivilgesellschaftlicher Ebene entwickelt haben.

Schwerpunkte

  • Analyse regionaler und lokaler Integrationsmaßnahmen
  • Bereitstellung von Ad-hoc-Expertisen (z.B. über Integrationsgesetze bzw. -konzepte)
  • Komparative Analysen und Identifikation von best-practice Beispielen
  • Transfer (u.a. Konferenzteilnahmen, Kommunikation mit der Presse)

Projekte

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