Regionale und kommunale Integrationskonzepte

Anders als Integrationsgesetze sind Integrationskonzepte rechtlich meinst nicht bindende Instrumente der Kommunal- oder Stadtpolitik zur politischen Gestaltung der Integration von Zuwanderern und Förderung des Zusammenlebens. Bisher nutzten besonders Kommunen mit historisch hohen Migrationsraten Integrationskonzepte als Steuerungsmechanismen. So verfügen Kommunen in Süddeutschland überdurchschnittlich häufiger über solche Konzepte als in Ostdeutschland. Seit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ könnte das Interesse an Integrationskonzepten auch in nicht traditionellen Zuwanderungsgebieten steigen. Ein Beispiel ist auch das neue „Sächsische Zuwanderungs- und Integrationskonzept“. Im Forschungsprojekt geht es um die Frage nach den Funktionen und Handlungsfeldern der Integrationskonzepte. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den intendierten und nicht intendierten politischen Folgen sowie auf der Sichtweise auf Integration, die in den Konzepten deutlich wird. Es wird danach gefragt, wie das Konzept von lokalen Akteuren aufgenommen wird und ob es diesbezüglich auf Nachfrage trifft. Stärken und Schwächen sollen somit insbesondere vor dem Hintergrund der Anwendung vor Ort evaluiert werden. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Freistaat Sachsen, der durch ländliche Vergleichsregionen in anderen Bundesländern sowie eine Auswahl an europäischen Städten und Gemeinden ergänzt wird.

Ansprechpartnerin

Ann-Christin Damm, MA
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

ann-christin.damm[at]​tu-dresden.de
Tel: +49 351 463-35802

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