Die Wohnsitzauflage als Mittel der Integrationspolitik

Bis Mitte des Jahres 2016 konnten anerkannte Flüchtlinge in der Regel frei entscheiden, wo sie sich in Deutschland niederlassen. Mit der Einführung der Wohnsitzauflage im August 2016 wurde ihre freie Wohnortwahl beschränkt. Eine große Teilgruppe muss nun für drei Jahre in dem Bundesland verbleiben, dem sie für die Durchführung des Asylverfahrens zugeteilt wurde. Zusätzlich können die Länder eigene Regelungen erlassen und den Geflüchteten innerhalb des Bundeslandes einen konkreten Wohnort zuweisen oder Zuzugssperren für einzelne Gebiete erlassen. Derzeit nutzen acht Bundesländer diese Möglichkeit. Der Forschungsschwerpunkt des Projekts liegt auf den Problemen, Chancen und Erfolgsaussichten der Wohnsitzauflage als Mittel der Integrationspolitik. Wie nutzen die einzelnen Bundesländer die Spielräume, welche ihnen die Bundesgesetzgebung einräumt und wie wird das Steuerungsinstrument der Wohnsitzauflage jeweils ausgestaltet und umgesetzt? Einen besonderen Fokus im Projekt bildet der Freistaat Sachsen. Dieser wird durch den vergleichenden Blick in andere Bundesländer und europäische Städte und Staaten genauer untersucht.

Ansprechpartnerin

Nona Renner, MA
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

nona.renner[at]tu-dresden.de
Tel: +49 351 463-37437

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