Forschungsprofil

MIDEM fragt danach, wie Migration demokratische Politiken, Institutionen und Kulturen prägt und zugleich von ihnen geprägt wird. Es untersucht die Formen, Instrumente und Prozesse politischer Verarbeitung von Migration in demokratischen Gesellschaften und adressiert drei zentrale Fragestellungen:

Wann und warum setzt Migration demokratische Gesellschaften unter Stress und wird als Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wahrgenommen?

Welche Bruchlinien lassen sich auf dem Wege der Analyse des Verhältnisses zwischen Migration und Demokratie erkennen?

Wie können diese Konflikte demokratisch verarbeitet werden? Untersucht werden somit Ursachen, Dimensionen und Lösungsstrategien – in einzelnen Ländern und im vergleichenden Blick auf Europa.

Die Forschung strukturiert sich inhaltlich entlang von drei Querschnittsthemen: Krisendiskurse, demokratische Reaktionen und lokale Interaktionen. Die Ergebnisse des Projektes sind zugleich auch Bausteine für politikberatende Aktivitäten sowie demokratieförderliche und diversitätsbewusste Bildungsarbeit.