Digitales Fachgespräch: Segregation Islands – Together /Apart in New York`s Melting Pot

Im Rahmen unseres Fellowship Programmes stellte Achilles Kallergis, Assistant Professor an der New School for Social Research in New York, seine neue Studie über Wohnsegregation in New York vor. New York hat einen der am stärksten gespaltenen Wohnungsmärkte der USA. Dies ist vor allem für People of Color sowie die ausländische Bevölkerung ein Problem. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie hat sich im Kontext eines sich verändernden Arbeits- und Wohnungsmarktes die räumliche Trennung zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen verändert? Wie kann die Absonderung von Bevölkerungsgruppen in Großstädten im Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit bekämpft werden? Welche Verbesserungsmöglichkeiten können dabei für Zugewanderte geschaffen werden?
Digitales Fachgespräch: Gesundheitsversorgung für Geflüchtete in Deutschland

Vor dem Hintergrund der ukrainischen Fluchtmigration sprach Katja Lindner – wissenschaftliche Mitarbeiterin bei MIDEM – über politisch rechtliche Aspekte und Herausforderungen der gesundheitlichen Versorgung von Geflüchteten in Deutschland. Was hat sich seit der Flüchtlingskrise 2015 getan und was ist jetzt anders? Wie sehen die Rechtsgrundlagen für Geflüchtete aus und welche aktuellen Probleme und Handlungsbedarfe gibt es? Moderiert wurde das Fachgespräch von MIDEM-Direktor Hans Vorländer. Die anschließende Publikumsdiskussion wurde durch ein Statement von Gastredner Prof. Dr. Oliver Razum eingeleitet.
An der Grenze der Belastung – Flucht aus der Ukraine nach Polen, Ungarn und Tschechien

Mehr als 2,5 Millionen Menschen sind vor dem Krieg aus der Ukraine geflohen – ein Großteil von ihnen in die Visegrád-Länder. Diese Länder leisten gerade Herausragendes bei der Erstaufnahme. Doch die größten Herausforderungen stehen noch bevor: Wann sind die Grenzen der Belastung erreicht? Wie ist die Versorgung organsiert? Gibt es Integrationsmöglichkeiten? Wie ist die Situation vor Ort? Wie kann Europa helfen?
Digitales Fachgespräch zur MIDEM Jahresstudie 2021 Corona und Rechtspopulismus

Krisen sind Zeiten für Populisten. Doch gilt das auch für die Corona-Krise? Konnten die populistischen Parteien Europas von den durch die Pandemie verschärften sozialen Spaltungen profitieren? In der Jahresstudie 2021 geht Forum MIDEM diesen Fragen nach und untersucht dabei die sozialen Medien in zwölf europäischen Ländern. Die Studie stützt sich auch auf die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung, die in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut dimap durchgeführt wurde.
Ob Integration gelingt, entscheidet auch der Arbeitsmarkt

Zu diesem Ergebnis kam die Fachkonferenz „Zuwanderung und Arbeitsmarktintegration“ am 7. und 8. Oktober 2021, die MIDEM mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, dem Sächsischen Flüchtlingsrat und dem Verein Arbeit und Leben Sachsen e. V veranstaltete. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis diskutierten in elf Panels Chancen und Herausforderungen einer gelingenden Arbeitsmarktintegration. Damit begegnete die Konferenz einem geläufigen Problem: Dem fehlenden Austausch von Akteuren mit unterschiedlichen Erfahrungen und Expertisen.
Pressekonferenz und Fachgespräch zur Studie über die sozialräumlichen und politisch-kulturellen Rahmenbedingungen des Pandemiegeschehens in Sachsen

Die Ergebnisse der von Maik Herold sowie Cyrill Otteni unter der Leitung von Forum MIDEM Direktor Prof. Dr. Hans Vorländer verfassten Studie über die sozialräumlichen und politisch-kulturellen Rahmenbedingungen des Pandemiegeschehens in Sachsen wurden am 16.06.2021 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt und anschließend in einem Fachgespräch diskutiert. Zu diesem lud MIDEM die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping und den Infektiologen Prof. Dr. med. Christoph Lübbert (Uniklinik/ St. Georg Klinik, Leipzig) ein, welches als hybrides Veranstaltungsformat realisiert wurde.
Die Studie verspricht erstmalig umfassende Einblicke, wie sich Einstellungen und Meinungen rund um das Pandemiegeschehen in der sächsischen Bevölkerung sowie in bestimmten soziodemographischen Gruppen und unterschiedlichen Regionen innerhalb Sachsens verteilen. Sie adressiert dabei folgende Fragen: Wie bewerten die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie und das Corona-Management der Landesregierung? In welchem Ausmaß sehen sich die Sächsinnen und Sachsen durch die Einschränkungen und deren Folgen belastet? Wie hoch sind Impfbereitschaft aber auch Impfskepsis in der sächsischen Bevölkerung? Wie verbreitet ist ein Corona-bezogenes Verschwörungsdenken? Wie werden die Corona-Proteste, welche oft von Gruppierungen wie den „Querdenkern“ initiiert werden, in der sächsischen Bevölkerung bewertet?
Im Zuge eines regen Austausches über die Ergebnisse äußerte die Staatsministerin die Vermutung, dass die eigentliche gesellschaftliche Herausforderung noch kommt. „Nach Ende der Pandemie kommen weitere gesellschaftliche Aufgaben auf uns zu“. Prof. Dr. Hans Vorländer betonte diesbezüglich, dass wir die Pandemie gemeinsam bekämpfen müssen. „Wir gegen die Pandemie muss es heißen. Es ist eine gemeinschaftsstiftende Aufgabe der wir gegenüberstehen.“
Die Veröffentlichung der Studie stieß auf eine breite Medienresonanz.
Digitaler Kongress „GETEILTE HEIMATEN Deutschland und Europa als interkulturelle Erfahrungsräume“ des Deutschen Hygiene-Museums Dresden

In Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden führte MIDEM von 10. Mai 2021 – 12. Mai 2021 den digitalen Kongress „GETEILTE HEIMATEN Deutschland und Europa als interkulturelle Erfahrungsräume“ durch.
Fachgespräch mit Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz zur Lehrplanstudie Migration und Integration

Auf Einladung von Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz kamen Vertreterinnen und Vertreter der Kultusministerkonferenz, der Wissenschaft und der Bildungspraxis zu einem Fachgespräch zum Thema Vielfalt in Lehrplänen und im Schulunterricht zusammen.
Frühjahrstagung der Sektion „Politische Theorie und Ideengeschichte“

Vom 09.-10. März 2021 fand die Frühjahrstagung der Sektion „Politische Theorie und Ideengeschichte“ zum Thema „Migration – Herausforderungen im Spannungsfeld von Theorie und Praxis“ statt. Die Tagung wurde pandemiebedingt digital als Zoom Webinar durchgeführt und stand dadurch allen Interessierten Thematisch richtete sich die Tagung jedoch an Politikwissenschaftlerinnen bzw. Politikwissenschaftler und dabei insbesondere an Politiktheoretikerinnen und Politiktheoretiker.
3. MIDEM Jahrestagung Emigration in Europa

Migration zählte in den letzten Jahren zu den beherrschenden Themen der europäischen Politik und Öffentlichkeit. Dabei stand jedoch zumeist die Einwanderung im Fokus. Auswanderung fand bis heute deutlich weniger Beachtung. MIDEM stellte sich mit dem Jahresbericht 2020 diesem Perspektivenwechsel und untersuchte Ausmaß, Struktur sowie Entwicklung von Emigration im EU-Raum und betrat somit empirisches Neuland. Bislang sind die Emigrationsdynamiken und der politische Umgang mit ihnen nicht vergleichend untersucht worden. Der Jahresbericht 2020 hat deshalb einen explorativen Charakter, er will zu Diskussion und weiterer Forschung einladen. Auf jeden Fall hält die Studie überraschende Ergebnisse bereit.