Visiting Fellows
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Tobias Hillenbrand ist Doktorand an der United Nations University (UNU-MERIT) und der Universität Maastricht. Seine Promotion wird von Melissa Siegel, Bruno Martorano und Laura Metzger betreut. Seine Forschung konzentriert sich auf Einstellungen zur Migration, mit einem besonderen Fokus auf Fluchtmigration nach Deutschland, wobei er vor allem experimentelle Methoden einsetzt. Im Rahmen seiner Promotion absolvierte er einen Forschungsaufenthalt am European University Institute (EUI). Er verfügt über einen Masterabschluss in Economics and Public Policy von Sciences Po Paris sowie über Bachelorabschlüsse in Politikwissenschaft sowie Management and Economics von der Universität Mainz.
In seiner Forschung untersucht Tobias Hillenbrand Einstellungen zur Immigration, die in europäischen Gesellschaften zu einem zunehmend umstrittenen und politisierten Thema geworden ist und eine wachsende wissenschaftliche Auseinandersetzung ausgelöst hat. Dennoch bestehen weiterhin zentrale Forschungslücken bei der Erklärung allgemeiner Einstellungen zur Immigration. Erstens stützen sich viele Studien auf empirische Modelle mit nur begrenzter Erklärungskraft. Zweitens wird zwar zunehmend anerkannt, dass Einstellungen gegenüber Geflüchteten von allgemeinen Haltungen zur Immigration zu unterscheiden sind, doch greift die Forschung in diesem Bereich häufig weiterhin auf allgemeine theoretische Ansätze zurück. Aufbauend auf theoretischen Arbeiten der Migrationsforschung und angrenzender Disziplinen entwickelt Tobias Hillenbrand ein Deservingness–Capacity Framework, das Einstellungen gegenüber Geflüchteten als Ergebnis des Zusammenspiels zweier Faktoren konzeptualisiert: der wahrgenommenen Schutzwürdigkeit von Geflüchteten und der wahrgenommenen Aufnahmekapazitäten der Aufnahmegesellschaft. Beide Dimensionen werden dabei in analytisch unterscheidbare Teilkomponenten aufgegliedert. Das theoretische Rahmenmodell wird auf der Grundlage qualitativer Daten aus einer großen Stichprobe der deutschen Bevölkerung entwickelt.
Tobias Hillenbrand ist vom 09.02.2026 bis 06.03.2026 Visiting Fellow bei MIDEM.
Aktuelle Stellenangebote
Wir laden Sie ein, Teil des Teams des Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) an der Technischen Universität Dresden zu werden. Erleben Sie ein herausragendes Forschungsumfeld im Bereich Migration und Demokratie.
Ehemalige Visiting Fellows
Mattia Zulianello
Universität Triest, Italien - November/Dezember 2025
Dr. Mattia Zulianello ist Politikwissenschaftler und Associate Professor an der Universität Triest. Seine Forschung befasst sich mit Parteien der radikalen und extremen Rechten in Europa, ihren ideologischen Profilen sowie ihren organisatorischen Strukturen und politischen Strategien. Seine Arbeiten erscheinen in führenden Fachzeitschriften wie Electoral Studies, Environmental Politics, Government and Opposition, Party Politics und The International Journal of Press/Politics. Zudem ist er Autor von Anti-System Parties: From Parliamentary Breakthrough to Government (Routledge, 2019) und Co-Autor von Populist Radical Right Parties in Action: The Survival of the Mass Party (Oxford University Press, 2025).
Ein Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der analytischen Differenzierung zwischen radikaler und extremer Rechter. Zulianello zeigt, dass die oftmals verwendete Sammelbezeichnung „Far Right“ zentrale ideologische Unterschiede verdeckt. Insbesondere betont er die Bedeutung einer eschatologischen Palingenesis als Kern des extrem rechten Weltbildes, aus dem anti-demokratische Einstellungen, elitistische Orientierun gen und die Rechtfertigung politischer Gewalt hervorgehen.
Lenka Dražanová
Migration Policy Centre des European University Institute - November 2025
Dr. Lenka Dražanová ist Politikwissenschaftlerin und war zuletzt Research Fellow am Migration Policy Centre des European University Institute in Florenz. Ihre Forschung untersucht zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie wachsende Polarisierung, die Verbreitung autoritärer Einstellungen und den Wandel von Gruppenidentitäten. Mithilfe fortgeschrittener quantitativer Methoden analysiert sie die Entstehungsbedingungen individueller Einstellungen gegenüber Minderheiten und historisch benachteiligten Gruppen sowie die Ursachen sinkender Toleranz in europäischen Gesellschaften. Während ihres Aufenthalts bei MIDEM untersucht sie anhand von MIDEM–Polarisierungsdaten, welche sozio-demographische Faktoren zur individuellen (De-)Polarisierung im Kontext von Migration beitragen.
Dr. Lenka Dražanová ist Politikwissenschaftlerin und war zuletzt Research Fellow am Migration Policy Centre des European University Institute in Florenz. Ihre Forschung untersucht zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie wachsende Polarisierung, die Verbreitung autoritärer Einstellungen und den Wandel von Gruppenidentitäten. Mithilfe fortgeschrittener quantitativer Methoden analysiert sie die Entstehungsbedingungen individueller Einstellungen gegenüber Minderheiten und historisch benachteiligten Gruppen sowie die Ursachen sinkender Toleranz in europäischen Gesellschaften. Während ihres Aufenthalts bei MIDEM untersucht sie anhand von MIDEM–Polarisierungsdaten, welche sozio-demographische Faktoren zur individuellen (De-)Polarisierung im Kontext von Migration beitragen.
Dr. Lenka Dražanová ist Politikwissenschaftlerin und war zuletzt Research Fellow am Migration Policy Centre des European University Institute in Florenz. Ihre Forschung untersucht zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie wachsende Polarisierung, die Verbreitung autoritärer Einstellungen und den Wandel von Gruppenidentitäten. Mithilfe fortgeschrittener quantitativer Methoden analysiert sie die Entstehungsbedingungen individueller Einstellungen gegenüber Minderheiten und historisch benachteiligten Gruppen sowie die Ursachen sinkender Toleranz in europäischen Gesellschaften. Während ihres Aufenthalts bei MIDEM untersucht sie anhand von MIDEM–Polarisierungsdaten, welche sozio-demographische Faktoren zur individuellen (De-)Polarisierung im Kontext von Migration beitragen.
Iuliia Lashchuk (EUI)
Max-Weber-Fellow am European University Institute - Mai/Juni 2024
Iuliia Lashchuk ist Forscherin und Migrationsaktivistin. Sie ist Max-Weber-Fellow am European University Institute (RSCAS, Migration Policy Centre). Iuliia promovierte an der Universität Warschau in Philosophie (summa cum laude). In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den Kategorien des Anderen und des Fremden, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Geschlechterfragen und der Migration von Frauen. Ihre Interessen gelten Themen wie Identität, Zugehörigkeit, Diversität sowie den ethischen Dimensionen von Gastfreundschaft. Sie ist Mitglied des Ukrainian Migration Research Network.
Ethan van der Wilden
University of Wisconsin- Madison, Mai/Juni 2023
Ethan vanderWilden ist Doktorand der Politikwissenschaft an der University of Wisconsin-Madison und studiert vergleichende Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europa und die Vereinigten Staaten. Sein Schwerpunkt liegt auf der Beurteilung, wie historische Narrative moderne politische Einstellungen und Verhaltensweisen beeinflussen. In seiner Dissertation untersucht er, wie Parteien autoritäre Geschichten in modernen Kampagnen verwenden und wie diese Geschichte die Präferenzen der Wähler beeinflussen kann.
Dr. Marta Lorimer
London School of Economics and Political Science, Januar 2020
Marta Lorimer ist aktuell Fellow in European Studies am European Institute der London School of Economics. In ihrer Dissertation an der LSE untersuchte sie die Rolle Europas in der Ideologie der italienischen und französischen Rechten. Sie hat einen doppelten Masterabschluss in European Studies von der Sciences Po Paris und der London School of Economics. Ihre Kernbereiche sind rechtsextreme Ideologien, Euroskeptizismus sowie differenzierte Integration. Während ihres Aufenthalts in Dresden hielt Marta Lorimer einen Vortrag zum Thema ‚Desperate times call for desperate measures’: Emergency politics and the rise of the radical right
Achilles Kallergis
New School for Social Research, New York, Mai 2022
Achilles Kallergis ist Assistant Professor an der New School for Social Research in New York und Direktor des Cities and Migration Project am Zolberg Institute on Migration and Mobility. Er koordiniert die Forschungsplattform „Cities and Human Mobility“, der auch Forum MIDEM angehört. Während seines Aufenthaltes bei MIDEM hielt Achilles Kallergis einen Vortrag zum Thema Segregation Islands: Together/Apart in New York’s Melting Pot
Dr. Anna Kyriazi
Università degli Studi di Milano Statale, März 2022
Dr. Anna Kyriazi ist Postdoktorandin sowie Lehrbeauftragte/ außerordentliche Professorin an der Università degli Studi di Milano. Ihre Forschung beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Solidarität und Transnationalismus in Europa. Während Ihres Aufenthaltes bei MIDEM hielt Dr. Anna Kyriazi einen Vortrag zum Thema Cross-border connectedness and forms of solidarity in the European Union.
Dr. Sabine Volk
Jagiellonen-Universität Krakau, September 2019- März 2020
Sabine Volk ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politikwissenschaften and mit Schwerpunkt auf Vergleichende Regierungslehre an der Universität Passau. Sie war Marie-Curie-Fellow im internationalen Forschungsprojekt „Delayed transformational fatigue in Central and Eastern Europe: Responding to the rise of illiberalism/populism”. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Erinnerungspolitik im Kontext von rechtspopulistischen Diskursen in Dresden und Ostdeutschland.
Prof. Dr. Federico Finchelstein
The New School for Social Research New York, Mai 2019
Prof. Dr. Finchelstein ist Professor und Lehrstuhlinhaber der Geschichte an der New School für Social Research. Er schrieb zahlreich Bücher über Faschismus, Populismus, den Holocaust und der jüdischen Geschichte im lateinamerikanischen Raum. Zudem ist Prof. Finchelstein Direktor des Janey Program in Latin American Studies am NSSR.