Die Übergangenen – Strukturschwach & Erfahrungsstark.

Die Sorge um den Klimawandel beschäftigt auch Menschen in strukturschwachen Gebieten. Allerdings haben dort andere Themen eine höhere Priorität: Soziale Herausforderungen und die Angst vor ungerechten Folgen der Transformation und der Klimapolitik überwiegen. Dies ist das Ergebnis der qualitativen Studie „Die Übergangenen: Strukturschwach & erfahrungsstark“ des Progressiven Zentrums in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung.
MIDEM-Direktor Hans Vorländer bei den Bautzener Reden: Die gespaltene Gesellschaft – Mythos oder Realität?

Die Initiative „Bautzen gemeinsam“ lädt Sie zu den neuen „Bautzener Reden“ am Freitag, dem 1. Dezember 2023 um 19.00 Uhr in den Dom St. Petri in Bautzen ein. Zu Gast ist der Dresdener Politikwissenschaftler und MIDEM-Direktor Prof. Hans Vorländer. Er wird zum Thema „Gespaltene Gesellschaft – Mythos oder Realität“ sprechen.
Von Politisierung zu affektiver Polarisierung?

Mit Protestformen des zivilen Ungehorsams versucht die Letzte Generation seit rund zwei Jahren, die deutsche Politik dazu zu bewegen, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen und trägt damit zu einer neuen Welle der Politisierung des Klimawandels bei. Für ihre Aktionen erntet die Gruppierung scharfe Kritik. Ihr wird vorgeworfen, das Thema nicht nur zu politisieren, sondern die Gesellschaft auch zu polarisieren und zu spalten. Tatsächlich ist der Klimawandel laut der aktuellen Studie von MIDEM eines der am stärksten affektiv polarisierten Themen in Deutschland. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Wann schlägt Politisierung in affektive Polarisierung um? Und welche Rolle spielen Identitäten und Emotionen bei einer solchen themenbezogenen affektiven Polarisierung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags und werden am Beispiel der Letzten Generation näher beleuchtet.
Die gespaltene Gesellschaft: Realität oder Mythos?

Am 16. November 2023 zog die von MIDEM und dem Europäischen Zentrum der Künste HELLERAU organisierte Diskussionsrunde „Die gespaltene Gesellschaft: Realität oder Mythos?“ ein breites Publikum aus den Bereichen Gesellschaft, Politik und Wissenschaft in den Konferenzraum des IHD. Die Eröffnung des Abends erfolgte durch die begrüßenden Worte von Hans Vorländer, dem Leiter von MIDEM, und Carena Schlewitt, der künstlerischen Leiterin des Europäischen Zentrums der Künste HELLERAU. Anschließend richtete Ursula M. Staudinger, Rektorin der Technischen Universität Dresden, ihre Worte an die Anwesenden.
HYBRID-TALK: Misconceptions about immigration in Switzerland: Well informed but uncertain?

Gastredner im Rahmen des hybriden Jour Fixe war Samuel D. Schmid von der Universität Luzern. Er stellte die Ergebnisse seiner Forschung zu Trends in der Einwanderungs- und Integrationspolitik in westlichen Demokratien über die letzten vier Jahrzehnte vor. Die zentrale Frage seiner Untersuchung war, ob diese Politiken im Laufe der Zeit liberaler geworden sind oder ob sie stattdessen einen grundlegenden restriktiven Wandel erfahren haben, insbesondere in den letzten zehn Jahren nach der sogenannten Flüchtlingskrise. Mit Hilfe eines neu entwickelten theoretischen Rahmens und unter Berücksichtigung bereits vorliegender Analysen hinterfragte Schmid kritisch die weit verbreitete „Transformationsthese“ und analysierte, ob sie speziell auf Europa zugeschnitten ist. Seine Ergebnisse zeigen, dass westliche Demokratien offener für legale Zuwanderung, aber auch restriktiver gegenüber irregulärer Migration und strenger bei der Durchsetzung von Grenzkontrollen geworden sind. Dies verdeutlicht, dass Einwanderungsregime sowohl expansive als auch restriktive Elemente aufweisen und die politischen Entwicklungen in Bezug auf Einwanderung in Europa komplexer sind, als es die Transformationsthese vermuten lässt.
Fachgespräch: „Debating Immigrants and Refugees in Central Europe – Politicising and Framing Newcomers in the Media and Political Arenas“.

Im Rahmen des hybriden Jour Fixes präsentierte Jan Kovář vom Institute of International Relations Prag seine Forschungsergebnisse zum Thema „Debating Immigrants and Refugees in Central Europe – Politicising and Framing Newcomers in the Media and Political Arenas“.
Fachgespräch: Turning right? Party position change on immigration in the European ‘Refugee Crisis’

Im Rahmen seiner MIDEM Visiting Fellowship gab Ethan vanderWilden, Doktorand der Politikwissenschaften an der University of Wisconsin-Madison, Einblicke in seine aktuelle Forschung.
Fachgespräch: Bürger*innen und Arbeitnehmer*innen dritter Klasse? Forschungen und Beobachtungen zur Situation von EU-Bürger*innen aus Mittel- und Osteuropa auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Wie steht es derzeit um die Auswirkungen der Ost-West Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt und was sind die wesentlichen Herausforderungen? Diesen Fragen widmete sich Kamila Schöll-Mazurek, Politikwissenschaftlerin und Migrationsforscherin von der Europauniversität Viadrina Frankfurt/Oder in ihrem Gastvortrag, den sie im Rahmen des MIDEM Jour Fixe hielt.
10. – 12. Mai 2023: „Migration after the invasion of Ukraine: Attitudes and Policies in Europe”

Zusammen mit dem Migration Policy Centre (MPC) des European University Institute (EUI) in Florenz organisierte das Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) am 11. und 12. Mai 2023 einen hybriden Workshop zum Thema „Migration after the invasion of Ukraine: attitudes and policies in Europe”. In zahlreichen Panels diskutierten die WissenschaftlerInnen in der Villa Schifanoia des EUI über die jüngste Migrationspolitik innerhalb und außerhalb der EU.
Fachgespräch: Dynamiken des Wandels in der Einwanderungspolitik der Bundesrepublik Deutschland (1960-2021): Kontinuitäten und Differenzen

Anlässlich seines einwöchigen Gastaufenthaltes bei MIDEM stellte M.Oğuzhan Güner, Doktorand an der deutsch-türkischen Universität Istanbul, seine Forschung über Dynamiken in der Einwanderungspolitik der BRD vor. Er analysiert dabei vor allem die Frage, inwieweit die Präsenz türkischer Einwanderer die deutsche Einwanderungspolitik zwischen 1960 und 2021 maßgeblich beeinflusst hat und kommt zu dem Schluss, dass türkische Migrantinnen und Migranten die zentralen Akteure hierbei darstellen.