06.11.2018: Mit Bildung gegen Populismus?
06.11.2018: Mit Bildung gegen Populismus?
07.11.2018: MIDEM Round Table
06.11.2018: Pressekonferenz "Migration und Populismus"
25.04.-20.06.: MIDEM-Lecture Series POPULISMUS
20.06.2018: Lecture Cas Mudde
20.06.2018: Lecture Cas Mudde
12.06.2018: Lecture Federico Finchelstein
12.06.2018: Lecture Federico Finchelstein
08.05.2018: Lecture Cornelia Koppetsch
08.05.2018: Lecture Cornelia Koppetsch
25.04.2018: Lecture Pier Paolo Portinaro
25.04.2018: Lecture Pier Paolo Portinaro
15.03.2018: Hintergrundgespräch Wohnsitzauflage
15.03.2018: Hintergrundgespräch Wohnsitzauflage
15.03.2018: Hintergrundgespräch Wohnsitzauflage
15.03.2018: PK Wohnsitzauflage
15.03.2018: PK Wohnsitzauflage
21.02.2018 PK Gutachten Integrationsgesetz
21.02.2018 PK Gutachten Integrationsgesetz
21.02.2018 PK Gutachten Integrationsgesetz
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer

 

MIDEM stellt Ergebnisse in Brüssel vor

 

Wie hängen Migration und Populismus zusammen? Diese Frage beschäftigt nicht nur das Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) sondern auch viele Akteure in der Europäischen Union. Entsprechend groß war das Interesse der rund 100 Angehörigen von Kommission, Europaparlament und Rat der EU sowie der Zivilgesellschaft und internationaler diplomatischer Vertretungen, die am 06.02.2019 im European Policy Center in Brüssel zusammengekommen waren. Dort stellte Prof. Dr. Hans Vorländer (Direktor MIDEM) das zentrale Ergebnis des MIDEM-Jahresberichts vor: Migration ist nicht die Ursache für die Zunahme von Rechtspopulismus, sie wirkt indes als Auslöser und Verstärker.

Diskutiert wurde diese These auf dem Podium mit Jean Lambert, EU-Abgeordnete der Grünen aus Großbritannien, Milica Petrovic, Mitglied im Kabinett des EU-Kommissars für Migration und Aidan White, Gründer des Netzwerkes Ethical Journalism. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie das Thema Migration behandelt und in wirkungsvolle politische Maßnahmen übersetzt werden kann, ohne dabei dem Alarmismus der Populisten in die Hände zu spielen. Gerade im Vorfeld der Europawahlen ist dieses Thema besonders brisant. Petrovic und White machten sich für eine faktenbezogene, sachliche Kommunikation stark. Auf diese Weise ließe sich das Vertrauen der Bürger in die demokratischen Institutionen Europas zurückgewinnen. Lambert sprach sich für politische Maßnahmen auf kommunaler Ebene aus, die die eigentlichen Ursachen des Populismus bekämpfen.

Den MIDEM-Forschungsergebnissen folgend plädierte auch Vorländer dafür, in erster Linie tiefer liegenden Probleme in Bereichen der Sozial-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik in den Blick zu nehmen. So könne das Thema Migration als „gesellschaftlicher Sprengstoff“ entschärft und auf sachliche Weise verhandelt werden.

 

Programm

09.15 Uhr      Anmeldung und Willkommenskaffee

10.00 Uhr      Begrüßung und Einführung

                        Marie De Somer, Leiterin Migration and Diversity Programme, European Policy Centre (Moderation)

10.05 Uhr      Vorstellung des MIDEM-Jahresberichts

                        Hans Vorländer, Direktor MIDEM, Zentrum für Verfassungs- und Demokratieforschung, TU Dresden

10.20 Uhr      Podiumsdiskussion

                        Jean Lambert, MEP, Die Grünen/EFA, Europäisches Parlament
                        Aidan White, Gründer und Präsident, Ethical Journalism Network
                        Milica Petrovic, Mitglied im Kabinett des Europäischen Kommissars für Migration, Inneres und Bürgerschaft,
                        Europäische Kommission

12.00 Uhr      Gelegenheit zu Netzwerkgesprächen



Thementage MIGRATION UND POPULISMUS
Berlin, 06./07.11.2018


07.11.2018: MIDEM Round Table

Am 07.11.2018 Fand im Rahmen des MIDEM Round Table ein Fachaustausch mit internationalen Expertinnen und Experten statt.

Auftakt:
DEMOCRACY UNDER PRESSURE: MIGRATION AS CAUSE OR SYMPTOM?

Impulse:
Prof. Dr. Alexander Aleinikoff, Zolberg Institute on Migration and Mobility, The New School, New York
Prof. Dr. Lea Ypi, London School of Economics and Political Science
Prof. Dr. Rainer Bauböck, Lichtenberg-Kolleg der Georg-August-Universität Göttingen

Kommentar:
Prof. Dr. Andreas Niederberger, MIDEM / Universität Duisburg-Essen

Diskussion:
MIGRATION AND POPULISM IN EUROPE:  AN EAST-WEST DIVIDE?

Impuls:
Dr. James Dennison, European University Institute, Florenz

Gäste:
Prof. Dr. Gianni D'Amato, Université de Neuchâtel
Prof. Dr. Christian Joppke, Universität Bern
Prof. Dr. Ireneusz Paweł Karolewski, Uniwersytet Wrocławski
Dr. Wolfgang Rohe, Stiftung Mercator
Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger, Universität Wien
Prof. Dr. Jonathan White, London School of Economics and Political Science
Prof. Dr. Nenad Zakošek, Sveučilište u Zagrebu


06.11.2018: Keynote & Diskussion

Anlässlich der Vorstellung des ersten MIDEM-Jahresberichts „Migration und Populismus“ lud MIDEM am 06. November 2018 zu einem Vortragsabend mit anschließender Podiumsduskussion ein:

MIT BILDUNG GEGEN POPULISMUS?
HERAUSFORDERUNGEN FÜR WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT

 

Keynote:
Prof. Dr. Peter Strohschneider
Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Podiumsdiskussion:
Prof. Dr. Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing

Moderation: Prof. Dr. Hans Vorländer, Direktor MIDEM, TU Dresden

Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, in welcher Form Institutionen der Kultur und Bildung  erstarkenden Populismen begegnen können. Versteht man Populismus als den Wunsch nach radikaler Vereinfachung, so stellt dies insbesondere jene Akteure vor große Herausforderungen, die sich grundsätzlich als Vertreter von Vielstimmigkeit und akademischer wie kultureller Ambivalenz betrachten. Die Diskutierenden stimmten darin überein, dass dem Schwarz-Weiß-Denken des Populismus vor allem durch das Schaffen von Diskussionsräumen begegnet werden sollte. Dort könnte das Aushandeln von Standpunkten und das Nebeneinander verschiedener Meinungen erlernt werden.

06.11.2018: Pressekonferenz MIGRATION UND POPULISMUS

In weiten Teilen Europas verzeichnen rechtspopulistische Bewegungen und Parteien seit einigen Jahren bemerkenswerte Wahlerfolge. Als Grund wird häufig die ‚Flüchtlingskrise‘ genannt. Der erste MIDEM-Jahresbericht kommt zu einem anderen Ergebnis. Das Team von 14 Forscherinnen und Forschern hat in einer breiten vergleichenden Studie das Verhältnis von Migration und Populismus in Europa ab 2015 untersucht. Die Studie bietet einen umfassenden Einblick die Zusammenhänge sowie Hintergrundanalysen zu den folgenden Ländern: Deutschland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

GesprächspartnerInnen:
Prof. Dr. Hans Vorländer, Direktor MIDEM, TU Dresden
Dr. Oliviero Angeli, Wissenschaftlicher Koordinator MIDEM, TU Dresden
Kristina Chmelar, MIDEM-Expertin Tschechien, TU Dresden
Dr. Christian Wöhst, MIDEM-Experte Großbritannien, TU Dresden

Die Veröffentlichung der Studie erzeugte ein umfangreiches Medienecho.


MIDEM-Lecture Series

POPULISMUS

In den letzten Jahren haben rechtspopulistische Parteien in Europa erhebliche Terraingewinne erzielt. Die Folge sind Polarisierung in der Politik und Spaltung in der Gesellschaft. Was treibt rechtspopulistischen Parteien in Europa die Wähler zu? Sind es Verlustängste? Ist es ein Gefühl der Bedrohung durch Migration? Ist Rechtspopulismus Symptom einer Krise der Demokratie, ein Seismograph von sozialen und ökonomischen Verwerfungen, ein Indikator kultureller und globaler Umbrüche?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich internationale Expertinnen und Experten im Rahmen der MIDEM-Lecture Series „Populismus“, zu der wir herzlich einladen.


25.04.2018, 17.30 Uhr
Prof. Dr. Pier Paolo Portinaro (Universität Turin)
Populismus von Rechts und Links: Der Fall Italien

08.05.2018, 17.30 Uhr
Prof. Dr. Cornelia Koppetsch (Universität Darmstadt)
Rechtspopulismus als politischer Klassenkampf?
Die sozialen Milieus der Wählerschaft

12.06.2018, 17.30 Uhr
Prof. Dr. Federico Finchelstein (The New School, USA)
Populism, Fascism and Technocracy

20.06.2018, 17.30 Uhr
Prof. Dr. Cas Mudde (University of Georgia, USA)
Did the “Refugee Crisis” cause the Rise of Populism?


Migration, Populismus, Integration – Lasst uns reden!

Ab wann ist man ein Populist? Ist Populismus schlimm? Wie und wo sollen Migranten wohnen? Was heißt eigentlich ‚integriert sein‘? Das sind Fragen, die das Mercator Forum für Migration und Demokratie (MIDEM) beschäftigen. Die MIDEM-Forscherinnen und -Forscher geben Ihnen vorläufige Antworten und freuen sich auf Ihre Ideen. Wir wollen dabei über den ‚deutschen Tellerrand‘ blicken.

Es diskutieren Prof. Dr. Hans Vorländer, Dr. Oliviero Angeli, Dr. Christian Wöhst, Ann-Christin Damm, Maik Herold und Giovanni de Ghantuz Cubbe

15. Juni 2018
Ab 18.00 Uhr im Von-Gerber-Bau, 2. OG, Raum 221


Pressekonferenz & Hintergrundgespräch

Präsentation MIDEM – Policy Paper

Die Wohnsitzauflage als Mittel deutscher Integrationspolitik?
Das Beispiel Sachsen


15.03.2018, TU Dresden

In Sachsen ist kürzlich eine Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge eingeführt worden. Aber ist eine Wohnsitzauflage überhaupt sinnvoll? Und unter welchen Bedingungen ist sie zulässig? Wie muss sie umgesetzt werden, damit sie Integration befördert? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Studie „Wohnsitzauflage als Mittel der Integrationspolitik“. Sie wurde vom Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) an der TU Dresden verfasst und am 15. März 2018 von Nona Renner und Prof. Dr. Hans Vorländer in einer Pressekonferenz vorgestellt. Untersucht werden in der Studie Notwendigkeit und Nutzen, die Anwendung von Verteilungsschlüsseln und Wege, die Bedarfe von Geflüchteten und die Potenziale von Kommunen bei der Integration in Einklang zu bringen. Beispiele aus anderen Bundesländern und dem europäischen Ausland ergänzen die Studie.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

Eine Zusammenfassung finden Sie hier.

Im Anschluss lud MIDEM Expertinnen und Experten aus der Praxis zu einem Hintergrundgespräch ein. Rund 20 Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Landkreisen und Ministerien diskutierten die Konsequenzen der Wohnsitzauflage und tauschten sich über bisherige Erfahrungen sowie die spezifische Situation in Sachsen aus. MIDEM wird die Umsetzung der Wohnsitzauflage auch zukünftig wissenschaftlich begleiten und hat mit der Veranstaltung die Grundlage für ein Netzwerk geschaffen, in dem Forschung und Praxis Hand in Hand gehen.


Pressekonferenz & Diskussion

Vorstellung des Gutachtens zum Bedarf eines sächsischen Integrationsgesetzes

21. Februar 2018, 11:15 Uhr bis 12:45 Uhr

TU Dresden
Von-Gerber-Bau, Bergstr. 53, 01069 Dresden
EG, Raum 013

Das Gutachten wurde vom Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, in Zusammenarbeit mit MIDEM sowie Wissenschaftlern der Universität Leipzig erstellt. Es hat zur Aufgabe, den Bedarf, die Voraussetzungen und die Umsetzungsmöglichkeiten für ein Integrationsgesetz im sächsischen Kontext zu prüfen. Einbezogen wurden juristische, politikwissenschaftliche und erziehungswissenschaftliche Perspektiven.

Das Gutachten steht hier zum Download bereit.

Eine Zusammenfassung finden Sie hier.

Begrüßung:
Prof. Dr. Heike Greschke (Vorstandsvorsitzende des Zentrums für Integrationsstudien, TU Dresden)
Prof. Dr. Hans Vorländer (Direktor MIDEM, TU Dresden)

Präsentation des Gutachtens:
Dr. Oliviero Angeli (Wissenschaftlicher Koordinator MIDEM, TU Dresden)
Dr. Carolin Eckardt (Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Zentrums für Integrationsstudien, TU Dresden)
Dr. Anna Mrozek (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staats- und Verfassungslehre, Universität Leipzig)


Vortrag & Diskussion

Ministerpräsident Michael Kretschmer:

Wie kann gesellschaftlicher Zusammenhalt gelingen?
Vom demokratischen Umgang mit Migration und Populismus

16.01.2018, 16.00-18.00 Uhr
Hörsaalzentrum der TU Dresden, Bergstr. 64
Hörsaal 4, Zugang über 3. und 4. OG (barrierefrei)

Audiomittschnitt:



Migration und Populismus sind Herausforderungen für die Demokratie und können den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Ist aber Migration Auslöser gesellschaftlicher Konflikte oder befördert sie eher Probleme an die Oberfläche, die auch schon zuvor in der Gesellschaft vorhanden waren? Wie lässt sich Zuwanderung auf demokratische Weise, also unter Mitnahme der Bürgerinnen und Bürger, gestalten? Was ist der richtige Umgang mit Populismus? Wie lassen sich Probleme vor Ort lösen, ohne dabei überregionale und globale Zusammenhänge aus den Augen zu verlieren? Wie kann gesellschaftlicher Zusammenhalt in Sachsen gelingen?

Zu Beginn seiner Amtszeit widmete sich Ministerpräsident Kretschmer in einem grundlegenden Vortrag drängenden Fragen im Spannungsfeld von Migration und Demokratie und stellte sich den Fragen des Publikums.


Vortrag

20. Dezember 2017

Dr. Holger Kolb
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration
Multikulturalismus in Deutschland? Das Fallbeispiel deutsche Islampolitik
16.00 Uhr, von-Gerber-Bau, Bergstr. 53, 2. OG, Raum 221
Literatur

Sie möchten regelmäßig über die Aktivitäten von MIDEM informiert werden? Hinterlassen Sie uns hier eine kurze Nachricht.