06.11.2018: Mit Bildung gegen Populismus?
06.11.2018: Mit Bildung gegen Populismus?
07.11.2018: MIDEM Round Table
06.11.2018: Pressekonferenz "Migration und Populismus"
25.04.-20.06.: MIDEM-Lecture Series POPULISMUS
20.06.2018: Lecture Cas Mudde
20.06.2018: Lecture Cas Mudde
12.06.2018: Lecture Federico Finchelstein
12.06.2018: Lecture Federico Finchelstein
08.05.2018: Lecture Cornelia Koppetsch
08.05.2018: Lecture Cornelia Koppetsch
25.04.2018: Lecture Pier Paolo Portinaro
25.04.2018: Lecture Pier Paolo Portinaro
15.03.2018: Hintergrundgespräch Wohnsitzauflage
15.03.2018: Hintergrundgespräch Wohnsitzauflage
15.03.2018: Hintergrundgespräch Wohnsitzauflage
15.03.2018: PK Wohnsitzauflage
15.03.2018: PK Wohnsitzauflage
21.02.2018 PK Gutachten Integrationsgesetz
21.02.2018 PK Gutachten Integrationsgesetz
21.02.2018 PK Gutachten Integrationsgesetz
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer
16.01.2018 Lecture MP Kretschmer

Sommerkurs Dubrovnik 2019

Der diesjährige Sommerkurs „Politische Theorie“ fand vom 9. bis zum 13. September 2019 in Dubrovnik statt. Das Seminar ging der Frage nach dem Verhältnis von „Zivilgesellschaft und Migration in Europa“ nach. Zentral war hierbei: Wie positionieren sich zivilgesellschaftlichen Akteure in Europa zum Thema Migration? Was sind ihre Aktionsformen und was sind ihre Auswirkungen? Welche länderbezogenen Unterschiede sind dabei festzustellen? In der Beantwortung der Fragen lag der Fokus auf aktuellen politischen Debatten.

Eine Einführung in die Thematik bot der Vortrag des Kursleiters Prof. Dr. Hans Vorländer (TU Dresden), der die komplexe Geschichte des Begriffs Zivilgesellschaft rekonstruierte und seine Relevanz für die aktuelle europäische Migrationsdebatte betonte. Danach fragte Prof. Dr. Edgar Grande (Berlin) nach den Herausforderungen der Zivilgesellschaft in Deutschland: Dabei präsentierte er eine Vielzahl empirischer Daten zur Entwicklung des zivilgesellschaftlichen Engagements.

Der Frankfurter Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Günter Frankenberg analysierte den Begriff Heimat, dessen Zweckmäßigkeit er aus normativer Perspektive verneinte. Der daran anschließende Vortrag vom kroatischen Kursleiter Prof. Dr. Nenad Zakošek (Zagreb) brachte den ersten Blick nach Osteuropa: In Anknüpfung an politische Kulturforschung behandelte er in seinem Vortrag den Themenkomplex Zivilgesellschaft und Migration in Kroatien.

Der Vortrag der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Karin Henke (Frankfurt) zeigte auf, welche sozial- und vor allem gesundheitspolitische Hürden für Migrantinnen und Migranten innerhalb der EU bestehen. Daraufhin diskutierte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Kristina Chmelar (MIDEM, TU Dresden) die Zivilgesellschaft Tschechiens und die weite Verbreitung immigrationsablehnender Einstellungen in weiten Teilen des politischen Spektrums. Dr. Manès Weisskircher (MIDEM, TU Dresden) diskutierte danach die Rolle von migrationsfeindlichen zivilgesellschaftlichen Akteuren in Europa wie CasaPound oder die Identitäre Bewegung.

Die Studentin Josefine Went (TU Dresden) über die Veränderungen zivilgesellschaftlicher Strukturen nach PEGIDA in Deutschland vor. Die historische Perspektive des Dresdner Studenten Martin Goedecke (TU Dresden) erklärte uns die Geschichte der Republik Ragusa und ihr Umgang mit Fremden, während sein Kommilitone Jonas Glöckner (TU Dresden) in Anknüpfung an Prof. Dr. Nenad Zakošeks Vortrag die Zivilgesellschaft des heutigen Kroatiens besprach. Auch die weiteren Vorträge behandelten den Themenkomplex Migration im Kontext osteuropäischer Länder: Der Student Laurenz Leipner (TU Dresden) diskutierte die Rolle der Zivilgesellschaft in Polen. Die Studentin Mara Knauthe (TU Dresden) besprach die Faktoren, die in Ungarn zur Verabschiedung des „Stop-Soros“-Gesetzespaketes geführt haben.

Am letzten Tag schloss der Sommerkurs mit Vorträgen von vier Dresdner Studierenden. Jordan Franz Zaby und Laura Heimberg behandelten die Seenotrettung in Europa. Heimel ging der Geschichte des Begriffs der Leitkultur auf die Spur und argumentiere gegen die Verwendung des Begriffs in der politischen Debatte. Daraufhin besprach Henrik Schmidt, inwiefern Schuluniformen ein Beitrag zur gesellschaftlichen Integration – nicht nur, aber auch in Bezug auf Migrantinnen und Migranten – dienen können. In der nachfolgenden Abschlussdiskussion, geleitet von Caroline Konsek und Lina Schneider (TU Dresden) wurden die wesentlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche gesammelt und offene Fragen diskutiert.

Der diesjährige Sommerkurs zeichnete sich durch gehaltvolle und aufeinander abgestimmte Vorträge aus. Hier gilt es den studentischen Vortragenden ein besonderes Lob auszusprechen. Viele Themen führten auch nach dem offiziellen Ende der gemeinsamen Zeit im Seminarraum zu Diskussionen. Der thematische Blick nach Osteuropa öffnete uns allen wichtige Perspektiven. Ein Höhepunkt jenseits des akademischen Programms war der gemeinsame Ausflug zur Insel Lopud. Ein besonderer Dank gilt der Philosophischen Fakultät sowie der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden für eine finanzielle Unterstützung der Studierenden. 


MIDEM bei Migration Matters e.V.

In Zusammenarbeit mit Migration Matters e.V. sprach Oliviero Angeli, wissenschaftlicher Koordinator von MIDEM, im Rahmen des Projekts Rethink Populism über europäischen Populismus und den Zusammenhang zwischen Rechtspopulismus und Migration.



MIDEM-Lecture Series

VARIETIES OF POPULISM

Populismus ist ein globales Phänomen – tritt aber in einzelnen Ländern auf verschiedene Art in Erscheinung. Wo liegen nationale Unterschiede und wo lassen sich Parallelen feststellen? Warum sind Populisten in Ländern wie Portugal bislang nicht erfolgreich? Und welche Rolle spielt dabei der jeweilige Umgang mit dem Thema Migration?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich internationale Expertinnen und Experten des Netzwerkes von MIDEM im Rahmen der MIDEM-Lecture Series „Varieties of Populism“.

In der Auftaktveranstaltung am 21. Mai 2019 referierte
Prof. Dr. Federico Finchelstein (The New School for Social Research, New York) zum Thema
Populism without Borders

Am 28. Mai 2019 hielt
Mariana Mendes, MA (European University Institute, Florence) einen Vortrag zu
The Radical Right in Portugal and Spain:
Why has it been unsuccessful in Portugal and why is the Landscape changing in Spain?

Am 05. Juni 2019 sprach
Dr. Ann-Cathrine Jungar (Södertörn University Stockholm) zu
The Party that came in from the Cold:
The Parliamentary Breakthrough of the Sweden Democrats

Als Abschluss präsentierte am 18. Juni 2019
Prof. Dr. Emilia Palonen (University of Helsinki) ihre Forschung zu
Finnish Populism: From Anti-Soviet and Anti-Elitism to Anti-Immigration


Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften

Am 14.Juni 2019 lud das Mercator Forum Migration und Demokratie im Rahmen der Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften zum gemeinsamen Gespräch über Migration, Populismus und Integration. Interessierte konnten ihre Meinung an diesen Abend gemeinsam mit den ForscherInnen von MIDEM diskutieren und interaktiv artikulieren. Zudem war im "Populismus-Quiz" das `Know-how´ über aktuelle populistische Tagespolitik gefragt.


Ausstellung "Die Erfindung der Zukunft"

In Zusammenarbeit mit dem Mercator Forum Migration und Demokratie führten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im vergangenen Herbst eine Befragung von 15 bis 35-jährigen Sachsen durch. Im Mittelpunkt der nicht repräsentativen Erhebung stand die Frage: Wie wollen wir leben und was macht ein gutes Leben aus? Die Ergebnisse sind der Ausgangspunkt einer Ausstellung im Japanischen Palais Dresden, die bis zum 03. November 2019 läuft.



Round-Table Wrocław
 

Am 10. Mai 2019 lud das Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Wrocław gemeinsam mit dem Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) zum öffentlichen Round-Table „Migration und Populismus in Europa“ ein. Am runden Tisch nahmen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Polen und Deutschland Platz – darunter neben Hans Vorländer und Oliviero Angeli auch fünf weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von MIDEM. Eröffnet wurde der Round-Table mit einer kurzen Präsentation der Ergebnisse des MIDEM-Jahresberichts 2018. Im Anschluss fanden Vorträge und Diskussionsrunden zu weiterführenden Themen statt. So referierte Piotr Sula zu den Formen und Ursachen von Populismus in Mittel- und Osteuropa. Patrycja Matusz-Protasiewicz präsentierte die Ergebnissen ihrer Untersuchungen über kommunale Integrationspolitiken in Polen. Der Round-Table wurde von polnischer Seite von Ireneusz Paweł Karolewski organisiert.

Ort: Willy Brandt Zentrum für Deuschland- und Europastudien der Universität Wrocław
 


 

MIDEM stellt Ergebnisse in Brüssel vor

 

Wie hängen Migration und Populismus zusammen? Diese Frage beschäftigt nicht nur das Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) sondern auch viele Akteure in der Europäischen Union. Entsprechend groß war das Interesse der rund 100 Angehörigen von Kommission, Europaparlament und Rat der EU sowie der Zivilgesellschaft und internationaler diplomatischer Vertretungen, die am 06.02.2019 im European Policy Center in Brüssel zusammengekommen waren. Dort stellte Prof. Dr. Hans Vorländer (Direktor MIDEM) das zentrale Ergebnis des MIDEM-Jahresberichts vor: Migration ist nicht die Ursache für die Zunahme von Rechtspopulismus, sie wirkt indes als Auslöser und Verstärker.

Diskutiert wurde diese These auf dem Podium mit Jean Lambert, EU-Abgeordnete der Grünen aus Großbritannien, Milica Petrovic, Mitglied im Kabinett des EU-Kommissars für Migration und Aidan White, Gründer des Netzwerkes Ethical Journalism. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie das Thema Migration behandelt und in wirkungsvolle politische Maßnahmen übersetzt werden kann, ohne dabei dem Alarmismus der Populisten in die Hände zu spielen. Gerade im Vorfeld der Europawahlen ist dieses Thema besonders brisant. Petrovic und White machten sich für eine faktenbezogene, sachliche Kommunikation stark. Auf diese Weise ließe sich das Vertrauen der Bürger in die demokratischen Institutionen Europas zurückgewinnen. Lambert sprach sich für politische Maßnahmen auf kommunaler Ebene aus, die die eigentlichen Ursachen des Populismus bekämpfen.

Den MIDEM-Forschungsergebnissen folgend plädierte auch Vorländer dafür, in erster Linie tiefer liegenden Probleme in Bereichen der Sozial-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik in den Blick zu nehmen. So könne das Thema Migration als „gesellschaftlicher Sprengstoff“ entschärft und auf sachliche Weise verhandelt werden.

 

Programm

09.15 Uhr      Anmeldung und Willkommenskaffee

10.00 Uhr      Begrüßung und Einführung

                        Marie De Somer, Leiterin Migration and Diversity Programme, European Policy Centre (Moderation)

10.05 Uhr      Vorstellung des MIDEM-Jahresberichts

                        Hans Vorländer, Direktor MIDEM, Zentrum für Verfassungs- und Demokratieforschung, TU Dresden

10.20 Uhr      Podiumsdiskussion

                        Jean Lambert, MEP, Die Grünen/EFA, Europäisches Parlament
                        Aidan White, Gründer und Präsident, Ethical Journalism Network
                        Milica Petrovic, Mitglied im Kabinett des Europäischen Kommissars für Migration, Inneres und Bürgerschaft,
                        Europäische Kommission

12.00 Uhr      Gelegenheit zu Netzwerkgesprächen



Thementage MIGRATION UND POPULISMUS
Berlin, 06./07.11.2018


07.11.2018: MIDEM Round Table

Am 07.11.2018 Fand im Rahmen des MIDEM Round Table ein Fachaustausch mit internationalen Expertinnen und Experten statt.

Auftakt:
DEMOCRACY UNDER PRESSURE: MIGRATION AS CAUSE OR SYMPTOM?

Impulse:
Prof. Dr. Alexander Aleinikoff, Zolberg Institute on Migration and Mobility, The New School, New York
Prof. Dr. Lea Ypi, London School of Economics and Political Science
Prof. Dr. Rainer Bauböck, Lichtenberg-Kolleg der Georg-August-Universität Göttingen

Kommentar:
Prof. Dr. Andreas Niederberger, MIDEM / Universität Duisburg-Essen

Diskussion:
MIGRATION AND POPULISM IN EUROPE:  AN EAST-WEST DIVIDE?

Impuls:
Dr. James Dennison, European University Institute, Florenz

Gäste:
Prof. Dr. Gianni D'Amato, Université de Neuchâtel
Prof. Dr. Christian Joppke, Universität Bern
Prof. Dr. Ireneusz Paweł Karolewski, Uniwersytet Wrocławski
Dr. Wolfgang Rohe, Stiftung Mercator
Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger, Universität Wien
Prof. Dr. Jonathan White, London School of Economics and Political Science
Prof. Dr. Nenad Zakošek, Sveučilište u Zagrebu


06.11.2018: Keynote & Diskussion

Anlässlich der Vorstellung des ersten MIDEM-Jahresberichts „Migration und Populismus“ lud MIDEM am 06. November 2018 zu einem Vortragsabend mit anschließender Podiumsduskussion ein:

MIT BILDUNG GEGEN POPULISMUS?
HERAUSFORDERUNGEN FÜR WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT

 

Keynote:
Prof. Dr. Peter Strohschneider
Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Podiumsdiskussion:
Prof. Dr. Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing

Moderation: Prof. Dr. Hans Vorländer, Direktor MIDEM, TU Dresden

Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, in welcher Form Institutionen der Kultur und Bildung  erstarkenden Populismen begegnen können. Versteht man Populismus als den Wunsch nach radikaler Vereinfachung, so stellt dies insbesondere jene Akteure vor große Herausforderungen, die sich grundsätzlich als Vertreter von Vielstimmigkeit und akademischer wie kultureller Ambivalenz betrachten. Die Diskutierenden stimmten darin überein, dass dem Schwarz-Weiß-Denken des Populismus vor allem durch das Schaffen von Diskussionsräumen begegnet werden sollte. Dort könnte das Aushandeln von Standpunkten und das Nebeneinander verschiedener Meinungen erlernt werden.

06.11.2018: Pressekonferenz MIGRATION UND POPULISMUS

In weiten Teilen Europas verzeichnen rechtspopulistische Bewegungen und Parteien seit einigen Jahren bemerkenswerte Wahlerfolge. Als Grund wird häufig die ‚Flüchtlingskrise‘ genannt. Der erste MIDEM-Jahresbericht kommt zu einem anderen Ergebnis. Das Team von 14 Forscherinnen und Forschern hat in einer breiten vergleichenden Studie das Verhältnis von Migration und Populismus in Europa ab 2015 untersucht. Die Studie bietet einen umfassenden Einblick die Zusammenhänge sowie Hintergrundanalysen zu den folgenden Ländern: Deutschland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

GesprächspartnerInnen:
Prof. Dr. Hans Vorländer, Direktor MIDEM, TU Dresden
Dr. Oliviero Angeli, Wissenschaftlicher Koordinator MIDEM, TU Dresden
Kristina Chmelar, MIDEM-Expertin Tschechien, TU Dresden
Dr. Christian Wöhst, MIDEM-Experte Großbritannien, TU Dresden

Die Veröffentlichung der Studie erzeugte ein umfangreiches Medienecho.


MIDEM-Lecture Series 2018

POPULISMUS

In den letzten Jahren haben rechtspopulistische Parteien in Europa erhebliche Terraingewinne erzielt. Die Folge sind Polarisierung in der Politik und Spaltung in der Gesellschaft. Was treibt rechtspopulistischen Parteien in Europa die Wähler zu? Sind es Verlustängste? Ist es ein Gefühl der Bedrohung durch Migration? Ist Rechtspopulismus Symptom einer Krise der Demokratie, ein Seismograph von sozialen und ökonomischen Verwerfungen, ein Indikator kultureller und globaler Umbrüche?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich internationale Expertinnen und Experten im Rahmen der MIDEM-Lecture Series „Populismus“, zu der wir herzlich einladen.


25.04.2018, 17.30 Uhr
Prof. Dr. Pier Paolo Portinaro (Universität Turin)
Populismus von Rechts und Links: Der Fall Italien

08.05.2018, 17.30 Uhr
Prof. Dr. Cornelia Koppetsch (Universität Darmstadt)
Rechtspopulismus als politischer Klassenkampf?
Die sozialen Milieus der Wählerschaft

12.06.2018, 17.30 Uhr
Prof. Dr. Federico Finchelstein (The New School, USA)
Populism, Fascism and Technocracy

20.06.2018, 17.30 Uhr
Prof. Dr. Cas Mudde (University of Georgia, USA)
Did the “Refugee Crisis” cause the Rise of Populism?


Migration, Populismus, Integration – Lasst uns reden!

Ab wann ist man ein Populist? Ist Populismus schlimm? Wie und wo sollen Migranten wohnen? Was heißt eigentlich ‚integriert sein‘? Das sind Fragen, die das Mercator Forum für Migration und Demokratie (MIDEM) beschäftigen. Die MIDEM-Forscherinnen und -Forscher geben Ihnen vorläufige Antworten und freuen sich auf Ihre Ideen. Wir wollen dabei über den ‚deutschen Tellerrand‘ blicken.

Es diskutieren Prof. Dr. Hans Vorländer, Dr. Oliviero Angeli, Dr. Christian Wöhst, Ann-Christin Damm, Maik Herold und Giovanni de Ghantuz Cubbe

15. Juni 2018
Ab 18.00 Uhr im Von-Gerber-Bau, 2. OG, Raum 221


Pressekonferenz & Hintergrundgespräch

Präsentation MIDEM – Policy Paper

Die Wohnsitzauflage als Mittel deutscher Integrationspolitik?
Das Beispiel Sachsen


15.03.2018, TU Dresden

In Sachsen ist kürzlich eine Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge eingeführt worden. Aber ist eine Wohnsitzauflage überhaupt sinnvoll? Und unter welchen Bedingungen ist sie zulässig? Wie muss sie umgesetzt werden, damit sie Integration befördert? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Studie „Wohnsitzauflage als Mittel der Integrationspolitik“. Sie wurde vom Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) an der TU Dresden verfasst und am 15. März 2018 von Nona Renner und Prof. Dr. Hans Vorländer in einer Pressekonferenz vorgestellt. Untersucht werden in der Studie Notwendigkeit und Nutzen, die Anwendung von Verteilungsschlüsseln und Wege, die Bedarfe von Geflüchteten und die Potenziale von Kommunen bei der Integration in Einklang zu bringen. Beispiele aus anderen Bundesländern und dem europäischen Ausland ergänzen die Studie.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

Eine Zusammenfassung finden Sie hier.

Im Anschluss lud MIDEM Expertinnen und Experten aus der Praxis zu einem Hintergrundgespräch ein. Rund 20 Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Landkreisen und Ministerien diskutierten die Konsequenzen der Wohnsitzauflage und tauschten sich über bisherige Erfahrungen sowie die spezifische Situation in Sachsen aus. MIDEM wird die Umsetzung der Wohnsitzauflage auch zukünftig wissenschaftlich begleiten und hat mit der Veranstaltung die Grundlage für ein Netzwerk geschaffen, in dem Forschung und Praxis Hand in Hand gehen.


Pressekonferenz & Diskussion

Vorstellung des Gutachtens zum Bedarf eines sächsischen Integrationsgesetzes

21. Februar 2018, 11:15 Uhr bis 12:45 Uhr

TU Dresden
Von-Gerber-Bau, Bergstr. 53, 01069 Dresden
EG, Raum 013

Das Gutachten wurde vom Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, in Zusammenarbeit mit MIDEM sowie Wissenschaftlern der Universität Leipzig erstellt. Es hat zur Aufgabe, den Bedarf, die Voraussetzungen und die Umsetzungsmöglichkeiten für ein Integrationsgesetz im sächsischen Kontext zu prüfen. Einbezogen wurden juristische, politikwissenschaftliche und erziehungswissenschaftliche Perspektiven.

Das Gutachten steht hier zum Download bereit.

Eine Zusammenfassung finden Sie hier.

Begrüßung:
Prof. Dr. Heike Greschke (Vorstandsvorsitzende des Zentrums für Integrationsstudien, TU Dresden)
Prof. Dr. Hans Vorländer (Direktor MIDEM, TU Dresden)

Präsentation des Gutachtens:
Dr. Oliviero Angeli (Wissenschaftlicher Koordinator MIDEM, TU Dresden)
Dr. Carolin Eckardt (Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Zentrums für Integrationsstudien, TU Dresden)
Dr. Anna Mrozek (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staats- und Verfassungslehre, Universität Leipzig)


Vortrag & Diskussion

Ministerpräsident Michael Kretschmer:

Wie kann gesellschaftlicher Zusammenhalt gelingen?
Vom demokratischen Umgang mit Migration und Populismus

16.01.2018, 16.00-18.00 Uhr
Hörsaalzentrum der TU Dresden, Bergstr. 64
Hörsaal 4, Zugang über 3. und 4. OG (barrierefrei)

Audiomittschnitt:



Migration und Populismus sind Herausforderungen für die Demokratie und können den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Ist aber Migration Auslöser gesellschaftlicher Konflikte oder befördert sie eher Probleme an die Oberfläche, die auch schon zuvor in der Gesellschaft vorhanden waren? Wie lässt sich Zuwanderung auf demokratische Weise, also unter Mitnahme der Bürgerinnen und Bürger, gestalten? Was ist der richtige Umgang mit Populismus? Wie lassen sich Probleme vor Ort lösen, ohne dabei überregionale und globale Zusammenhänge aus den Augen zu verlieren? Wie kann gesellschaftlicher Zusammenhalt in Sachsen gelingen?

Zu Beginn seiner Amtszeit widmete sich Ministerpräsident Kretschmer in einem grundlegenden Vortrag drängenden Fragen im Spannungsfeld von Migration und Demokratie und stellte sich den Fragen des Publikums.


Vortrag

20. Dezember 2017

Dr. Holger Kolb
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration
Multikulturalismus in Deutschland? Das Fallbeispiel deutsche Islampolitik
16.00 Uhr, von-Gerber-Bau, Bergstr. 53, 2. OG, Raum 221
Literatur

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